Warnung der Bevölkerung – früher und heute

Der Countdown läuft: heute in 100 Tagen gibt es den ersten bundesweiten Warntag. Dieser wird danach jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September durchgeführt.

Durch Einführung der Stillen Alarmierung von Einsatzkräften und vor allem nach Ende des Kalten Krieges wurden in Deutschland viele der 80.000 Sirenen von den Dächern abmontiert. Anfang der 2000er Jahre, nach dem 11. September 2001 und durch Katastrophen wie das Elbe-Hochwasser 2002, wurde klar, dass ein gut funktionierendes Warnsystem für die Bevölkerung nach wie vor unentbehrlich ist.

Ein Ersatz musste her, nicht nur für den Kriegsfall, sondern auch zum Warnen vor Naturgefahren, Großbränden, Ausfall von Infrastruktur und ähnlichem. Mittlerweile wurde das bundeseigene Modulare Warnsystem (MoWaS) zur Warnung und Information der Bevölkerung aufgebaut, das auch die Leitstelle der Feuerwehr München nutzt.

Das System nutzt Technologien, die es Ende des letzten Jahrtausends noch gar nicht gab. So werden Warnungen satellitengestützt verteilt und nicht nur über Radio und Fernsehen sondern auch über Social Media und Warn-Apps auf Smartphones ausgegeben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bietet hierfür die Warn-App NINA an, die im Warnfall passende Handlungsempfehlungen gibt.

Um die technische Infrastruktur des Gesamtsystems zu testen, wird es am 10. September 2020 um 11 Uhr den ersten bundesweiten Warntag im Rahmen des Bund-Länder-Projektes „Warnung der Bevölkerung“ geben. Dann werden auch die noch vorhandenen Sirenen auf den Dächern wieder heulen.

Weitere Informationen finden Sie unter warnung-der-bevoelkerung.de

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